Tag 19 – „Da ist was faul im Staate Dänemark …“

Mittwoch, 07.07.:
Von Göteborg geht es weiter … diesmal nach Kopenhagen.

Nach dem Frühstück machen wir uns zügig abreisebereit. Wir packen das Womo und fahren aus dem Campingplatz auf den dazugehörigen Parkplatz davor. Hier dürfen wir den Tag über stehen – super für unseren Ausflug in die Göteborger Innenstadt. Parken soll hier relativ schwierig sein und dazu noch recht teuer. Wir können hier kostenlos stehenbleiben – was bei dem Preis für eine Nacht von 425 schwedischen Kronen (inkl. Strom und Internet) aber auch dabei sein darf.

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Mit der Strassenbahn Nr. 5 gelangen wir relativ schnell mitten ins Zentrum von Göteborg. Wir machen uns auf, den Altstadtkern zu Fuß zu erkunden. Eine wirklich schöne Stadt mit einem recht überschaubaren Stadtkern und sehenswerter Bausubstanz.

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Wir gönnen uns eine Fahrt mit Göteborgs Hjulet – dem Riesenrad direkt am Hafen. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Anschließend sehen wir uns noch das Schifffahrtsmuseum Maritiman an. Viele verschiedene Schiffe – vom U-Boot über den Frachter zum Kriegsschiff – liegen hier im Hafenbecken und können besichtigt werden. Auch ein lohnender Ausflug!

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Gegen 14 Uhr sind wir wieder zurück am Campingplatz und lüften erstmal das Wohnmobil durch. Es ist mittlerweile richtig heiss und die Luft steht …
Danach geht es los in Richtung der nächsten Großstadt in Skandinavien – Kopenhagen.

Um 17.15 Uhr kommen wir in Helsingborg an der Fähre an und haben Glück, gleich noch mit an Bord zu kommen und schon fünf Minuten später abzulegen. Die Überfahrt kostet uns 410,– schwedische Kronen und dauert gute 20 Minuten.

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So erreichen wir gegen 17.45 Uhr Helsingör – und damit Dänemark. Somit ist – nach Schweden, Finland und Norwegen – das vierte skandinavische Land auf unserer Route erreicht. Wir fahren weiter über die Autobahn in Richtung Kopenhagen und kommen um ca. 19.00 Uhr dort am Wohnmobilstellplatz CityCamp an.
Der Stellplatz liegt nahe der Innenstadt hinterhalb des Einkaufszentrums Fisketorvet (Anschrift: Vasbygade – Internet: www.citycamp.dk) auf einem großen Parkplatz (mit Bauzaun abgetrennt) und ermöglicht es, zu Fuß in die Innenstadt und zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen – mit dem Fahrrad wäre es perfekt! Der Platzinhaber ist absolut bemüht, spricht perfekt deutsch, englisch, holländisch, usw. und versorgt einen mit allen nötigen Informationen zu Kopenhagen (Kartenmaterial, Tipps, etc.)! Außerdem ist der Platz 24 Stunden bewacht und verfügt über Strom, Ver- und Entsorgung und saubere Duschen/WCs in zwei Containern.
Eines muss aber dazu gesagt werden: Wer lärmempfindlich ist, wird nicht 100% glücklich werden – der Platz liegt an einer großen Einfallstrasse und es herrscht die ganze Nacht recht viel Verkehr – morgens dann viel LKW-Verkehr und ein ganz schöner Geräuschpegel. Uns hat das aber nicht gestört – die perfekte Ausgangslage für einen Kurztrip in die Stadt hat eindeutig gewonnen.

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Nach der Ankunft noch schnell Abendessen und dann ab in Richtung Altstadt. Eigentlich wollten wir in der Nähe des Hauptbahnhofes Citybikes ausleihen, haben aber keine gefunden.
Kopenhagen hat auch ein System mit in der Stadt verteilten Fahrrädern, die ausgeliehen werden können – hier sogar kostenlos! Man muss nur 20 dänische Kronen – wie im Einkaufswagen – als Pfand einwerfen und schon geht´s los. Allerdings gibt es deutlich weniger Stationen als in unserem Stadtplan verzeichnet und dann sind oftmals keine Fahrräder dort – anscheinend verleitet dieses System doch, die Räder nicht zurück zu bringen …

Nachdem wir also nicht zu der – vom Stellplatzbetreiber vorgeschlagenen – Public-Viewing-Area gefahren sind (heute spielt Deutschland im Halbfinale gegen Spanien) machen wir uns auf zum direkt am Bahnhof gelegenen Tivoli. Der berühmte Vergnügungspark mitten in Kopenhagen kostet uns ersteinmal die Kleinigkeit von 95,– dänischen Kronen pro Personen … Puhh.

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Drinnen angekommen herrscht Trubel wie am Oktoberfest … und wir laufen im Kreis um eine Lokalität zu finden, in der das Fußballspiel gezeigt wird. Lange Zeit sind wir erfolglos – schließlich finden wir dann doch eine Gaststätte die einen großen Fernseher aufgebaut hat – und eine schöne Menschentraube dazu.
Mhh, komisch … 65te Minute, ein Schuss auf´s deutsche Tor und alles jubelt …. falscher Film? Dann das Tor für Spanien – großer Jubel rund um uns??!?!
Und dann nach dem Abpfiff – Deutschland hat verloren und ist damit im Halbfinale gescheitert – großer Jubel unter den anwesenden Dänen …. da ist was faul im Staate Dänemark …

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Naja, wir verdrängen dieses Ergebnis und geniessen dafür den mittlerweile voll beleuchteten Tivoli-Park im Dunkeln … sehr schön! Aber moment … ja, es ist tatsächlich dunkel! Das ist jetzt wirklich komisch nach langer Zeit ohne richtige Finsternis …

Später machen wir uns zu Fuß auf den Rückweg zum Womo-Stellplatz (an der Strecke ist vom Szene-Schicki-Micki-Viertel bis zum Rotlicht-Bezirk alles vorhanden) und legen uns hundemüde in die Kiste.
(Dieser Alkoven im Wohnmobil ist übrigens richtig gemütlich, wenn er auch am Anfang nicht so aussieht!)

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