Tag 17 – „Wer soll das bezahlen …“

Montag, 05.07.:
Wir erkunden Oslo.

In der Nacht hat es heute mal etwas geregnet – morgens aber schon wieder alles in Ordnung, das Wetter wieder okay. Die Nächte sind hier „im Süden“ auch wesentlich wärmer – Tiefsttemperatur 13,2° heute.

Nach dem Frühstück machen wir uns schnell auf die Socken. Wir wollen frühzeitig in Oslo ankommen um die Stadt am Nachmittag ein bisschen erkunden zu können.
Die Fahrt führt uns über die E6 und nach eineinhalb Wochen auf schmalen und kurvigen Strassen fahren wir heute teilweise sogar auf Autobahnen. Okay, die Bezeichnung Autobahn ist jetzt Ansichtssache … wenn etwas teilweise einspurig ist und dann immer wieder an Baustellen von Kreisverkehren unterbrochen tut man sich als Deutscher schwer, von einer Autobahn zu sprechen. Immerhin sind hier teilweise bis zu wahnsinnigen 100 km/h erlaubt! Gut, wir fahren trotzdem nur unsere übliche Reisegeschwindigkeit von knapp über 80 Sachen – für uns der beste Kompromiss aus zügigem Vorankommen und annehmbarem Verbrauch.

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Die E6 ist hier teilweise Mautpflichtig. Kassenhäuschen gibt es aber nicht mehr – es íst alles auf automatische Mautstationen umgebaut an denen die Fahrzeuge abgefilmt werden. Ich bin ja mal gespannt, ob das mit der Verrechnung auf das autopass.no Konto klappt!
Auf diesem Stück der E6 vor Oslo wird zur Zeit sehr viel gebaut. Auf vielen Kilometern sieht man, dass erheblich gearbeitet wird, um die Strasse wohl wesentlich breiter auszubauen. Dafür muss anscheinend extrem viel massiver Fels beseitigt werden. Momentan nicht schön zu fahren aber zukünftig bestimmt eine tolle Strasse.

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Um 12.00 Uhr erreichen wir dann den Wohnmobilstellplatz in Oslo. Vorher haben wir allerdings ein paar kleinere Irrfahrten durch den doch recht dichten Verkehr hingelegt. Unser Navi konnte mit der Adresse aus dem Reiseführer nichts anfangen und hat uns zwar in die Nähe aber doch nicht zum Stellplatz geführt.
Dafür sind wir bei der Suche wohl ein paar Mal durch die Citymaut-Brücken gefahren. Oslo wird sich freuen, da bei jeder Durchfahrt gezahlt werden darf! Das kann ja heiter … ähhh, teuer werden …

Daher hier nochmal die Beschreibung des Stellplatzes zur einfacheren Anfahrt:

Sjölyst Bobil Parkering
Drammensveien 160, Oslo
=> Über die E18 Oslo – Drammen
=> Ausfahrt Sköyen
=> Der Beschilderung „Marina Sjölyst“ folgen
=> Durch das Gelände der Marina und der Bootswerf auf den Stellplatz
=> Die Gebührt beträgt NOK 150,– für 24 Stunden (Stand 07/10) und muss an einem Parkscheinautomaten an der Einfahrt bezahlt werden (per Münzen oder per Kreditkarte)
Hier noch die Koordinaten: 10°40’32“ Ost / 59°55’04“ Nord

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Nachdem wir unser Womo aufgestellt, einigermassen gerade ausgerichtet und mit Strom versorgt haben machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt.
Der Stellplatz ist ca. 3 km westlich des Zentrums gelegen und somit auch zu Fuß gut zu erreichen. Ein Bahnhof ist auch direkt in der Nähe – mit Sicherheit kann man hier bequem zum Hauptbahnhof fahren. Wir haben´s aber nicht ausprobiert. Auch hier in Oslo gibt es wieder – wie in Trondheim – ein Citybike-System mit wirklich vielen Stationen im Stadtgebiet. Auch in der Nähe des Stellplatzes ist eine vorhanden. Leider haben wir aber das Problem, dass wir ja noch keine Karte dafür haben und diese nur in der Innenstadt bei der Touristinfo bekommen – zurückgeben können wir sie auch nur dort wieder, also kommt es dieses Mal für uns nicht in Frage. Schade, wäre praktisch gewesen, da wir ja ohne eigene Fahrräder unterwegs sind.

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So machen wir uns also zu Fuß auf den Weg und erreichen bald das königliche Schloss. Danach geht es durch die City und vorbei an sämtlichen Sehenswürdigkeiten – echt tolle Stadt! Wir lassen uns einfach durch die Stadt treiben, genießen das tolle Wetter beim mordernen Opernhaus und an den Schiffsanlegern im Hafen und sehen so doch recht viel von der Stadt. Die sicherlich sehenswerten Museen lassen wir dabei aus – dafür ist die Zeit dann doch zu knapp und das Wetter eindeutig zu gut.

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Erst gegen Abend machen wir uns auf den Rückweg und versorgen uns im Supermarkt (nur wenige Minuten vom Stellplatz) mit leckerem Abendessen. Jetzt nur noch schlemmen, die geschunden Füsse auslüften und ein kleines Bierchen zum Abend genießen … morgen geht´s weiter.

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